Als Freelancer oder Selbstständiger brauchst du ein Werkzeug zum Rechnungschreiben. Aber brauchst du wirklich eine teure Buchhaltungssoftware für 19–30 € im Monat? Die ehrliche Antwort für die meisten Solo-Selbstständigen: Nein. Dieser Artikel zeigt dir, was du wirklich brauchst, was du getrost weglassen kannst — und welche kostenlosen Optionen 2026 wirklich funktionieren. Einen Überblick über den vollen Funktionsumfang findest du auf unserer Seite zur Rechnungssoftware.

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E-Rechnung, Angebote, Mahnwesen — 3 Rechnungen pro Monat dauerhaft kostenlos. Kein Abo.

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Was braucht ein Freelancer wirklich?

Bevor wir uns Tools anschauen, lass uns ehrlich sein. Was braucht ein typischer Freelancer — IT-Entwickler, Texter, Designer, Berater?

Must-have: Das brauchst du wirklich

  • E-Rechnungen erstellen (ZUGFeRD & XRechnung — seit 2025 Pflicht im B2B)
  • Rechnungen archivieren (8 Jahre, GoBD-konform)
  • Mahnungen schicken (wenn Kunden nicht zahlen)
  • Angebote erstellen (damit Kunden unterschreiben können)
  • Kundenverwaltung (Stammdaten einmal eingeben, nicht immer neu tippen)

Nice-to-have: Für viele sinnvoll

  • Dashboard mit offenen Posten (welche Rechnungen sind überfällig?)
  • E-Mail-Versand direkt aus der App (statt Download + E-Mail-Anhang)
  • Wiederkehrende Rechnungen (für Retainer-Kunden)
  • Eigenes Briefpapier / Logo

Überflüssig: Was du als Freelancer nicht brauchst

  • Vollständige doppelte Buchführung (Freiberufler machen EÜR, keine Bilanzierung)
  • Lohnbuchhaltung (kein Personal = kein Bedarf)
  • Warenwirtschaft (für Dienstleister irrelevant)
  • Automatischer Bankabgleich (nice-to-have, aber kein Dealbreaker)
  • DATEV-Direktanbindung (braucht dein Steuerberater oft gar nicht)

Das ist wichtig: Viele teure Tools kosten 19–35 € im Monat, weil sie Buchhaltungs-Komplettlösungen sind. Als Freelancer bezahlst du dann für Funktionen, die du nie nutzen wirst.


Die E-Rechnungspflicht 2025/2028: Was Freelancer wissen müssen

Seit dem 01.01.2025 müssen alle Unternehmen im deutschen B2B-Bereich E-Rechnungen empfangen können. Die Pflicht zum Versenden kommt gestaffelt:

WerAb wann
Großunternehmen (Vorjahresumsatz >800.000 €)01.01.2027
Alle übrigen umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen (Freelancer, KMU)01.01.2028
B2G: Rechnungen an BundesbehördenSeit 2020 Pflicht (XRechnung)

Was das bedeutet: Wer heute eine Rechnungssoftware wählt, muss darauf achten, dass sie ZUGFeRD 2.5 und XRechnung 3.0 unterstützt — sonst ist 2028 ein teurer Pflicht-Wechsel fällig.


Kostenlose Rechnungssoftware 2026: Die Optionen im Überblick

kostenlose-erechnung.de — Spezialist für E-Rechnung

Fokus: E-Rechnungen (ZUGFeRD 2.5 + XRechnung 3.0) — kein Buchhaltungs-Overhead.

Kostenlos enthalten:

  • 3 Rechnungen pro Monat (ZUGFeRD oder XRechnung)
  • E-Rechnung Viewer und Validator
  • PDF-Export
  • Keine Anmeldung nötig

Im Business-Abo (12,90 €/Monat oder 9,92 €/Monat jährlich):

  • Unbegrenzte Rechnungen
  • Kundenverwaltung, Angebote, Mahnwesen
  • GoBD-konformes Rechnungsarchiv
  • E-Mail-Versand direkt aus der App
  • Wiederkehrende Rechnungen
  • Eigenes Briefpapier / Logo
  • Dashboard mit offenen Posten

Vorteile

  • ZUGFeRD & XRechnung vollständig inklusive — auch in der Free-Version
  • Kein Abo-Zwang: 3 Rechnungen/Monat dauerhaft kostenlos
  • Automatische Validierung nach EN 16931
  • DSGVO-konform, Hosting ausschließlich in Deutschland
  • Günstiger als Vollbuchhaltungs-Suiten (12,90 €/Monat statt 19–35 €)
  • Kein Buchhaltungs-Overhead — fokussiert auf das Wesentliche

Nachteile

  • Keine automatische Bankverbindung / Bankabgleich
  • Kein DATEV-Direktexport (nur GoBD-CSV)
  • Keine vollständige Buchhaltung (EÜR muss separat gemacht werden)

Ideal für: Freelancer, Selbstständige und Kleinunternehmer, die rechtskonform Rechnungen stellen wollen — ohne für eine Buchhaltungs-Suite zu bezahlen.


sevDesk — Vollständige Buchhaltungssuite

Fokus: All-in-One-Lösung mit Buchhaltung, Bankabgleich, DATEV-Export.

Preise:

  • Rechnungen: ab 19 €/Monat
  • Buchhaltung: ab 35 €/Monat
  • Pro (alle Funktionen): ab 50 €/Monat

Vorteile

  • Vollständige Buchhaltung inklusive (auch für Bilanzierer)
  • Automatischer Bankabgleich (weniger manuelle Arbeit)
  • DATEV-Direktexport für Steuerberater
  • Breite Integrationen (Shopify, PayPal, etc.)

Nachteile

  • Teuer für Freelancer: 19–50 €/Monat für Funktionen, die du oft gar nicht brauchst
  • Komplexe Oberfläche — Einarbeitungsaufwand hoch
  • Keine echte kostenlose Version (nur 14-Tage-Test)

Ideal für: KMUs mit Mitarbeitern, Buchhaltern und komplexer Buchhaltungspflicht. Nicht ideal für: Freelancer ohne Buchhaltungsbedarf.


lexoffice — Starker Steuerberater-Fokus

Fokus: Rechnungen + einfache Buchhaltung, starke DATEV-Integration.

Preise:

  • Rechnungen L: ab 15 €/Monat
  • Buchhaltung: ab 22 €/Monat
  • Lohn (mit Lohnabrechnung): ab 32 €/Monat

Vorteile

  • Gute DATEV-Anbindung — einfache Zusammenarbeit mit Steuerberater
  • Freigabe-Workflow für Steuerberater inklusive
  • Saubere Oberfläche, guter Einstieg
  • E-Rechnungen (ZUGFeRD) unterstützt

Nachteile

  • 15 €/Monat für die Grundversion — kein kostenloser Einstieg
  • Für reine Rechnungs-Freelancer zu viel Buchhaltungs-Overhead
  • Einige Features (XRechnung) erst in höheren Tarifen

Ideal für: Selbstständige, die eng mit einem Steuerberater arbeiten und DATEV-Export brauchen.


FastBill — Guter Mittelweg

Fokus: Rechnungs- und einfache Buchhaltungslösung.

Preise:

  • Basic: ab 12 €/Monat
  • Business: ab 22 €/Monat

Vorteile

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für den Einstieg
  • Übersichtliche Oberfläche
  • E-Rechnungsunterstützung vorhanden

Nachteile

  • Weniger bekannt, kleinere Community
  • Support-Qualität laut Nutzerbewertungen schwankend
  • Keine echte kostenlose Version

Papierkram — Fokus auf Freelancer

Fokus: Rechnungen + Zeiterfassung für Freelancer.

Preise:

  • Free: Begrenzte Rechnungen, Papierkram-Branding auf Dokumenten
  • Solo: ab ca. 9 €/Monat

Vorteile

  • Integrierte Zeiterfassung (nützlich für stundenbasierte Abrechnung)
  • Freelancer-fokussiert, einfache Oberfläche
  • Günstig im Solo-Tarif

Nachteile

  • Free-Version: Branding auf Rechnungen — unprofessionell für Kundenrechnungen
  • E-Rechnungen (ZUGFeRD/XRechnung) erst in neueren Versionen
  • Weniger aktiv entwickelt als Hauptwettbewerber

Der direkte Vergleich: Was du für deinen Fall brauchst

SituationEmpfehlungMonatliche Kosten
1–3 Rechnungen/Monat, B2B-Kundenkostenlose-erechnung.de (Free)0 €
10+ Rechnungen, Angebote, Mahnwesenkostenlose-erechnung.de Business9,92–12,90 €
Behördenrechnungen (XRechnung)kostenlose-erechnung.de0–12,90 €
Enge Steuerberater-Zusammenarbeit + DATEVlexofficeab 15 €
KMU mit Mitarbeitern + volle BuchführungsevDeskab 35 €
Stundenbasis-Freelancer mit ZeiterfassungPapierkram oder FastBillab 9–12 €

Checkliste: Worauf du bei der Wahl achten solltest

Bevor du eine Entscheidung triffst, prüfe diese 7 Punkte:

  • ZUGFeRD 2.5 und XRechnung 3.0 unterstützt (Pflicht ab 2028)
  • Automatische Validierung nach EN 16931 (keine fehlerhaften Rechnungen)
  • GoBD-konforme Archivierung (8 Jahre Aufbewahrungspflicht)
  • Kleinunternehmer-Option (§19 UStG, automatischer Steuerhinweis)
  • DSGVO-konform, Hosting in Deutschland oder EU
  • Kein Abo-Zwang für den Basisumfang
  • Keine versteckten Kosten für E-Rechnungen oder Exporte

Was ist mit Excel oder Word?

Viele Freelancer schreiben ihre ersten Rechnungen in Excel oder Word. Das funktioniert für normale PDFs — aber seit 2025 reicht das für B2B-Kunden nicht mehr aus. Excel und Word können kein ZUGFeRD oder XRechnung erstellen.

Wenn du noch Word- oder Excel-Rechnungen schreibst: Spätestens 2027 (für Großunternehmen) oder 2028 (für alle anderen) bist du damit nicht mehr gesetzeskonform. Steig jetzt um, solange du Zeit hast.


Fazit: So entscheidest du richtig

Für die meisten Freelancer reicht eine spezialisierte E-Rechnungssoftware völlig aus — und sie muss nicht teuer sein.

Die 3 wichtigsten Entscheidungskriterien:

  1. ZUGFeRD und XRechnung müssen unterstützt werden — ohne Kompromisse
  2. Kosten im Verhältnis zur Nutzung: Wer 5 Rechnungen im Monat schreibt, braucht keine 35-€-Suite
  3. Einfachheit: Das Tool muss in 2 Minuten eine Rechnung liefern — nicht nach einem 3-stündigen Onboarding

Wer einfach nur rechtskonforme Rechnungen schreiben will, zahlt bei vielen Anbietern zu viel für Buchhaltungsfunktionen, die er nie nutzt.

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Stand: April 2026. Preisangaben ohne Gewähr — Anbieter können ihre Preise jederzeit ändern. Dieser Artikel stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar.

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