Der Markt für Rechnungsprogramme in Deutschland ist 2026 so voll wie nie. sevDesk, Lexware Office, FastBill, Billomat, invoiz, Zervant — und dazwischen dutzende kleine Tools, die sich irgendwie alle “DSGVO-konform, E-Rechnung-ready, mit DATEV-Schnittstelle” nennen.

Transparenz-Hinweis: kostenlose-erechnung.de ist Anbieter dieses Artikels und wird hier mit anderen Programmen verglichen. Die Angaben zu unserem Angebot und zum E-Rechnungs-Einstieg bei Lexware Office und sevdesk wurden am 12.09.2026 korrigiert. Die übrigen Anbieterangaben stammen aus April 2026 und sind keine aktuelle Preisprüfung. Dieser Artikel ist kein dokumentierter Praxistest.


Was ein Rechnungsprogramm 2026 können muss

Bevor wir die Tools vergleichen: Welche Kriterien sind 2026 überhaupt wichtig?

1. E-Rechnungspflicht (ZUGFeRD / XRechnung)

Seit 01.01.2025 müssen alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Ab 01.01.2027 müssen Unternehmen mit Jahresumsatz über 800.000 € im B2B E-Rechnungen versenden. Ab 01.01.2028 gilt das für alle. Ein Rechnungsprogramm, das 2026 kein ZUGFeRD/XRechnung beherrscht, fällt raus.

2. Preis-Leistung

Was kosten Basis-Funktionen? Wo versteckt der Anbieter E-Rechnung in einem teureren Tarif? Gibt es eine ehrliche kostenlose Variante?

3. Benutzerfreundlichkeit

Wie schnell hast du die erste Rechnung geschrieben? Wie viele Klicks bis zum PDF? Wie intuitiv ist die Kundenverwaltung?

4. Datenschutz / DSGVO

Serverstandort Deutschland/EU? Auftragsverarbeitungsvertrag (AV) ohne extra Kosten? Datenschutzerklärung nachvollziehbar?

5. Schnittstellen

DATEV-Export für den Steuerberater? Banking-Schnittstelle (HBCI/FinTS)? Shop-Integration (Shopify, WooCommerce)?

6. Steuerberater-Anbindung

DATEV-Unternehmen-Online-Export, GoBD-konforme Archivierung, saubere Belegexport-Funktionen.


Die 7 Rechnungsprogramme im Vergleich

1. kostenlose-erechnung.de (unser Tool)

Kurzprofil: Browser-basiertes Tool, fokussiert auf Rechnungsstellung und E-Rechnung. Zielgruppe: Solo-Selbstständige, Freelancer, Kleinunternehmer und kleine KMUs, die eine solide Rechnungssoftware wollen ohne vollständige Buchhaltung.

Preise:

  • Kostenlos: 3 Rechnungen pro Monat als PDF, ZUGFeRD oder XRechnung; PDF-Dokumente mit Werbehinweis. Mit kostenlosem Konto bis zu 25 Kunden und 25 Artikel speichern.
  • Business: regulär 119 € netto pro Jahr, rechnerisch 9,92 €/Monat bei Jahreszahlung. Unbegrenzte Rechnungen, Archiv, Mahnwesen, 20 Belegscans pro Monat und eigene Versanddomain.
  • Business Plus: regulär 229 € netto pro Jahr, rechnerisch 19,08 €/Monat bei Jahreszahlung. Ergänzt unbegrenzte Belege und DATEV-Export. Monatsabos und gegebenenfalls Aktionen stehen auf der Preisseite.

Vorteile

  • ZUGFeRD und XRechnung auch im kostenlosen Kontingent
  • Free-Tarif ohne Zeitlimit
  • 20 Belegscans pro Monat ab Business
  • Versand über eine bestätigte eigene Domain ab Business
  • Rechnungsarchiv ab Business
  • DATEV-Export in Business Plus

Nachteile

  • Keine vollständige Buchhaltung / EÜR integriert
  • Kein eigenes Banking-Modul (noch)
  • Kleineres Team, weniger Marketingbudget als Konkurrenz
  • Keine native Mobile-App (läuft als Web-App im Browser)

Für wen passend: Selbstständige, die Rechnungen schreiben und dafür keine vollständige Buchhaltung benötigen. Ob das kostenlose Kontingent reicht, hängt von der Anzahl der Rechnungen und den benötigten Zusatzfunktionen ab. Mehr dazu auf unserer Seite kostenloses Rechnungsprogramm.


2. sevDesk

Kurzprofil: Einer der Marktführer in Deutschland. Breit aufgestellt, mit Buchhaltungs- und Warenwirtschaftsmodul.

E-Rechnungs-Einstieg, geprüft am 12.09.2026: sevdesk bietet ein kostenloses Kontingent von drei Rechnungen pro Monat einschließlich ZUGFeRD und XRechnung. Weitere Funktionen und größere Kontingente hängen vom bezahlten Tarif ab. Quellen: kostenloses Rechnungsprogramm von sevdesk und aktuelle Tarife.

Vorteile: Sehr breiter Funktionsumfang, gute mobile Apps, DATEV-Anbindung gut eingespielt, großer Kundenstamm und gute Lernressourcen.

Zu beachten: Kostenlose Rechnungsstellung und vollständige Buchhaltung sind unterschiedliche Leistungsumfänge. Prüfe vor der Auswahl die benötigten Beleg-, Bank- und Steuerberaterfunktionen im jeweiligen Tarif.

Für wen ideal: Kleine KMUs mit Buchhaltungsbedarf, die ein Tool für alles wollen.


3. Lexware Office (ehemals lexoffice)

Kurzprofil: Haufe-Lexware, der traditionsreiche DACH-Marktführer. Umbenannt von lexoffice in Lexware Office.

E-Rechnungs-Einstieg, geprüft am 12.09.2026: Lexware Office M kostet regulär 12,90 € pro Monat netto, monatlich kündbar. ZUGFeRD und XRechnung sind ab M enthalten. Aktionsrabatte sind hier nicht eingerechnet. Quellen: Lexware-Preise und E-Rechnungsfunktion.

Vorteile: Extrem stabile Infrastruktur, beste Steuerberater-Anbindung im Markt (fast jeder StB kennt lexoffice), riesiges Ökosystem.

Grenze: Version S enthält keine Rechnungserstellung. Prüfen Sie ab Version M den gewünschten Umfang; Buchhaltung und weitere Abläufe hängen vom gewählten Tarif ab.

Für wen ideal: Etablierte KMUs mit festem Steuerberater, der auf lexoffice eingerichtet ist, und wenig Preissensitivität.


4. FastBill

Kurzprofil: Solider Mittelweg zwischen reinem Rechnungstool und Buchhaltungssuite. Deutscher Anbieter, Berlin.

Preise (2026): Ab ca. 9 €/Monat (Solo), 19 €/Monat (Team), 39 €/Monat (Pro).

Vorteile: Saubere UX, gute Wiederkehrende-Rechnungen-Funktion (Abo-Modelle), Kassenbuch im Business-Tarif, anständige Banking-Integration.

Nachteile: Etwas in der Mitte zwischen Lexware und sevDesk — weder der Preisgünstigste noch der Funktionsreichste. E-Rechnung mittlerweile integriert, aber UX dafür etwas umständlich.

Für wen ideal: Freelancer und kleine Agenturen mit wiederkehrenden Kunden und Abo-Modellen.


5. Billomat

Kurzprofil: Schmaler Fokus auf Rechnungsstellung, kein vollständiges Buchhaltungstool. Deutscher Anbieter.

Preise (2026): Ab ca. 8 €/Monat.

Vorteile: Günstig, schnell eingerichtet, solide Schnittstellen (DATEV, Banking).

Nachteile: Funktionsumfang begrenzt, Design etwas in die Jahre gekommen. E-Rechnung integriert, aber ZUGFeRD-Version nicht immer sofort auf dem neuesten Stand.

Für wen ideal: Budget-bewusste Freelancer, die ein einfaches Tool suchen und auf Hochglanz-UX verzichten können.


6. invoiz

Kurzprofil: Start-up-Feel, UX-Fokus. Gehört zu Buhl Data (WISO).

Preise (2026): Kostenlos-Tarif mit Beschränkungen, Premium ab ca. 7-10 €/Monat.

Vorteile: Moderne UX, schneller Einstieg, schöne Rechnungslayouts, gute mobile Nutzung.

Nachteile: Funktionsumfang bei komplexen Szenarien (Skonti, Rabatte, Teilzahlungen) limitiert. E-Rechnung integriert, aber der Feature-Rollout hinkt gelegentlich hinter der Konkurrenz.

Für wen ideal: Designbewusste Solo-Selbstständige, Freelancer mit wenig komplexen Rechnungsszenarien.


7. Zervant

Kurzprofil: Finnischer Anbieter, mit kostenlosem Einstiegstarif.

Preise (2026): Kostenlos (eingeschränkt), Pro ab ca. 10 €/Monat.

Vorteile: Kostenlose Variante, schlichte UX, mehrsprachig.

Nachteile: Nicht primär auf deutsche Steuer-Eigenheiten optimiert. DATEV-Export und deutsche E-Rechnungsformate teilweise weniger tief integriert als bei deutschen Anbietern. Support vor allem auf Englisch.

Für wen ideal: Freelancer mit internationalen Kunden, wenig Bedarf an tiefer DATEV-Integration.


Vergleichstabelle: Die 7 Tools auf einen Blick

ToolPreis abE-Rechnung inkl.Kostenlos?DATEVServer DE/EUBesonders
kostenlose-erechnung.de0 € / Business regulär 119 €/JahrJa, auch in FreeJa (3/Mo; PDF mit Werbehinweis)Business PlusDEBelegscans und eigene Versanddomain ab Business
sevdesk0 €ZUGFeRD und XRechnung auch in FreeJa (3/Mo)TarifabhängigDERechnungsstellung und Buchhaltung nach Tarif
Lexware Office12,90 € (M, netto)Ab M enthaltenNeinJaDERechnungsstellung und Buchhaltung nach Tarif
FastBill~9 €JaNeinJaDEAbo-/Wiederkehrende Rechnungen
Billomat~8 €JaNeinJaDEGünstigster Profi-Tarif
invoiz0 € / ~7 €JaJa (eingeschr.)JaDEModerne UX
Zervant0 € / ~10 €TeilweiseJa (eingeschr.)Eingeschr.EUMehrsprachig

Alle Preise netto. Unser Angebot sowie der E-Rechnungs-Einstieg bei Lexware Office und sevdesk: geprüft am 12.09.2026. Die übrigen Preis- und Funktionsangaben: Stand April 2026, vor einer Auswahl aktuell beim Anbieter prüfen. Monats- und Jahresverträge sind in der Preisspalte gekennzeichnet.


Fazit: Welches Rechnungsprogramm für wen?

Solo-Selbstständige / Freelancer mit 1-10 Rechnungen pro Monat

Empfehlung: kostenlose-erechnung.de (kostenlos bzw. Business 9,92 €) oder invoiz. Warum: E-Rechnung ab dem ersten Cent, kein Buchhaltungs-Ballast, faire Preise.

Kleinunternehmer (§19 UStG) mit seltenen Rechnungen

Empfehlung: kostenlose-erechnung.de (kostenlose Variante) oder Zervant (kostenlos, aber weniger DE-optimiert). Warum: Für 1-3 Rechnungen/Monat sind bezahlte Tools überdimensioniert.

Kleine KMUs mit Buchhaltungsbedarf und Steuerberater

Empfehlung: sevDesk oder Lexware Office — wenn Steuerberater es explizit wünscht. Warum: Beide haben tiefe Buchhaltung integriert, tight StB-Anbindung.

Freelancer mit wiederkehrenden Kunden / Abo-Modellen

Empfehlung: FastBill. Prüfpunkt: Wiederkehrende Rechnungen sind ein möglicher Schwerpunkt für die Auswahl; teste Intervall, Versand und Korrekturen mit deinem eigenen Ablauf. Ein vergleichender Praxistest liegt diesem Artikel nicht zugrunde.

Budget-bewusste Gründer

Empfehlung: kostenlose-erechnung.de (kostenlos, dann 9,92 €) oder Billomat (ab 8 €).


Bonus: Worauf du beim Wechsel achten solltest

  1. Kundenstammdaten exportieren, bevor du das alte Tool kündigst (CSV).
  2. Rechnungsarchiv herunterladen — ein Softwarewechsel beendet keine geltenden Aufbewahrungspflichten. Details stehen im Ratgeber zur Aufbewahrung.
  3. Rechnungsnummern abstimmen — vermeide doppelte Nummern und dokumentiere einen neuen Nummernkreis nachvollziehbar.
  4. DATEV-Export testen — mit einer Testrechnung, bevor du produktiv umstellst.
  5. Vertragslaufzeit prüfen — manche Anbieter haben 12-Monats-Bindung.

Wer zu uns wechseln möchte: Wir haben Migrationshilfen für sevDesk und Lexware Office dokumentiert.

Jetzt 3 Rechnungen gratis testen

Ohne Anmeldung starten. ZUGFeRD und XRechnung inklusive. Dauerhaft kostenlos für 3 Rechnungen pro Monat; PDF-Dokumente mit Werbehinweis.

Zum Rechnungsgenerator

FAQ: Rechnungsprogramme 2026

Welches Rechnungsprogramm ist das günstigste?

Unter den getesteten hat kostenlose-erechnung.de die günstigste Einstiegsvariante (0 €/Monat für 3 Rechnungen). Unter den kostenpflichtigen Voll-Tools liegen Billomat, invoiz und sevDesk um 8-9 €/Monat ähnlich auf.

Welches Rechnungsprogramm kann E-Rechnung (ZUGFeRD/XRechnung)?

Die genannten Anbieter unterstützen E-Rechnungen in unterschiedlichen Tarifen. Bei Lexware Office ist die Erstellung von ZUGFeRD und XRechnung bereits ab Version M möglich. Bei sevdesk sind beide Formate auch im kostenlosen Kontingent von drei Rechnungen pro Monat enthalten.

Welches Tool hat die beste DATEV-Anbindung?

Lexware Office und sevDesk haben historisch die tiefste DATEV-Integration (Unternehmen-Online, Buchungsstapel-Export). kostenlose-erechnung.de und FastBill bieten DATEV-CSV-Export, der in der Praxis für die meisten Steuerberater ausreicht.

Welches Rechnungsprogramm ist DSGVO-konform?

Alle deutschen Anbieter (sevDesk, Lexware, FastBill, Billomat, invoiz, kostenlose-erechnung.de) hosten in Deutschland/EU und haben AV-Verträge. Bei Zervant (Finnland) ebenfalls EU, aber Support primär englisch.

Kann ich das Rechnungsprogramm wechseln, ohne die Rechnungsnummern zu verlieren?

Ja, praktisch alle Tools erlauben eine individuelle Anfangsrechnungsnummer beim ersten Setup. Du setzt sie auf die nächste freie Nummer und machst nahtlos weiter.

Ist “kostenlos” wirklich dauerhaft?

Bei kostenlose-erechnung.de: Ja, 3 Rechnungen/Monat dauerhaft ohne Zeitlimit. Bei invoiz und Zervant: Ja, aber mit Funktionsbeschränkungen (z.B. Wasserzeichen oder begrenzter Support). Andere kostenpflichtige Tools haben nur 14-30 Tage Testphase, keine echte kostenlose Variante.

Brauche ich ein Rechnungsprogramm als Kleinunternehmer?

Für Kleinunternehmer bleibt die Ausstellung nach § 34a UStDV freiwillig; umsatzsteuerpflichtige Unternehmen müssen spätestens ab 2028 umstellen. Word-Vorlagen können kein ZUGFeRD. Ein kostenloses Tool wie unseres reicht für die meisten Fälle aus.


Grundfassung: April 2026. Teilkorrektur zu unserem Angebot, Lexware Office und sevdesk: 12.09.2026. Die übrigen Anbieter wurden dabei nicht vollständig neu geprüft.

Das passende Werkzeug können Sie ohne Konto öffnen: Rechnung erstellen.