Was ist die Leitweg-ID?
Die Leitweg-ID ist die eindeutige elektronische Adresse einer deutschen Behörde für den E-Rechnungs-Empfang. Seit der E-Rechnungspflicht für Lieferanten des Bundes (27.11.2020) muss jede XRechnung an öffentliche Auftraggeber eine Leitweg-ID enthalten — sie steht im Feld BT-10 „Buyer Reference" und sorgt dafür, dass die Rechnung vom zentralen Eingangsportal (z. B. ZRE oder OZG-RE) an die richtige Stelle weitergeleitet wird. Ohne gültige Leitweg-ID wird die Rechnung abgewiesen, bevor sie überhaupt ein Sachbearbeiter sieht.
Aufbau: Grobadressierung, Feinadressierung, Prüfziffer
Eine Leitweg-ID besteht aus zwei oder drei Teilen, getrennt durch Bindestriche — maximal 46 Zeichen insgesamt:
- Grobadressierung (Pflicht, 2–12 Ziffern): Die
ersten beiden Ziffern kodieren das Bundesland nach amtlichem
Gemeindeschlüssel (01 = Schleswig-Holstein … 16 = Thüringen) oder
99für Bundesbehörden. Danach folgt meist der Regionalschlüssel der Kommune oder Körperschaft. - Feinadressierung (optional, max. 30 Zeichen): Ziffern und Großbuchstaben — adressiert eine konkrete Abteilung, ein Amt oder einen Buchungskreis innerhalb der Behörde.
- Prüfziffer (Pflicht, 2 Ziffern): Berechnet nach ISO 7064 MOD 97-10 über Grob- und Feinadressierung — dasselbe Verfahren wie bei der IBAN. Tippfehler fliegen damit sofort auf.
Beispiel Bremen: 04011000-1234512345-06 — Grobadressierung 04011000 (04 = Bremen), Feinadressierung 1234512345, Prüfziffer 06.
Leitweg-ID herausfinden: So kommen Sie an die richtige ID
Es gibt kein öffentliches Gesamtverzeichnis aller Leitweg-IDs. Die ID erhalten Sie immer vom öffentlichen Auftraggeber — typische Quellen: die Bestellung oder der Abruf, der Vertrag bzw. die Vergabeunterlagen, oder die Rechnungseingangs-Hinweise auf der Website der Behörde. Fehlt die Angabe: vor Rechnungsstellung bei der beauftragenden Stelle nachfragen. Eine Rechnung mit falscher oder fehlender Leitweg-ID wird vom Portal automatisiert abgewiesen und verzögert Ihre Zahlung um Wochen.
Leitweg-ID in der XRechnung: Feld BT-10
In der XRechnung (UBL wie CII) gehört die Leitweg-ID in das Element „Buyer Reference" (BT-10). Beim Bund ist sie zwingend, die meisten Bundesländer verlangen sie ebenfalls. Unser kostenloser E-Rechnungs-Generator fragt die Leitweg-ID direkt im Formular ab, validiert sie vor dem Export und schreibt sie automatisch an die richtige Stelle der XML — Sie müssen kein einziges XML-Tag anfassen. Zum Gegenprüfen einer empfangenen Rechnung gibt es den XRechnung-Validator.
Häufige Fehler bei der Leitweg-ID
- Tippfehler in der Prüfziffer: Das Portal lehnt die Rechnung ab. Vorher hier prüfen — die erwartete Prüfziffer zeigt das Tool bei Abweichung direkt an.
- Leitweg-ID des falschen Auftraggebers: Wer für mehrere Behörden arbeitet, verwechselt schnell IDs. Pflegen Sie die Leitweg-ID pro Kunde in den Stammdaten.
- Leitweg-ID in das falsche Feld geschrieben: Sie gehört in BT-10 (Buyer Reference), nicht in die Bestellnummer (BT-13) oder Projektreferenz.
- Kleinbuchstaben oder Leerzeichen: Zulässig sind nur Ziffern, Großbuchstaben und Bindestriche.
Häufige Fragen zur Leitweg-ID
Was ist die Leitweg-ID?
Die Leitweg-ID ist die eindeutige Adresse einer deutschen Behörde für den E-Rechnungs-Empfang. Sie steuert, an welche Stelle eine XRechnung innerhalb der öffentlichen Verwaltung weitergeleitet wird — vergleichbar mit einer Postleitzahl für E-Rechnungen. In der XRechnung steht sie im Feld „Buyer Reference“ (BT-10) und ist bei Rechnungen an Bund und die meisten Länder Pflicht.
Wie ist eine Leitweg-ID aufgebaut?
Drei Teile, getrennt durch Bindestriche: Grobadressierung (2–12 Ziffern; die ersten beiden kodieren das Bundesland 01–16 oder 99 für den Bund), optionale Feinadressierung (max. 30 Zeichen, Ziffern und Großbuchstaben) und zweistellige Prüfziffer. Beispiel: 04011000-1234512345-06 (Bremen).
Woher bekomme ich die Leitweg-ID meines Auftraggebers?
Immer vom öffentlichen Auftraggeber selbst — sie steht in der Regel in der Bestellung, im Vertrag oder in der Vergabeunterlage. Es gibt kein öffentliches Zentralverzeichnis aller Leitweg-IDs. Fehlt die Angabe, fragen Sie vor Rechnungsstellung bei der beauftragenden Stelle nach, sonst wird die Rechnung vom Portal (z. B. ZRE/OZG-RE) abgewiesen.
Was prüft dieses Tool — und was nicht?
Das Tool prüft Aufbau (Zeichenklassen, Längen, Regionsschlüssel) und die Prüfziffer nach ISO 7064 MOD 97-10. Es kann nicht bestätigen, dass die Leitweg-ID tatsächlich vergeben ist und zur richtigen Behörde gehört — das weiß nur der Auftraggeber bzw. das jeweilige Rechnungseingangsportal.
Wo trage ich die Leitweg-ID in der XRechnung ein?
Im Feld BT-10 „Buyer Reference“ (Käuferreferenz). Unser kostenloser E-Rechnungs-Generator hat dafür ein eigenes Eingabefeld und übernimmt die Leitweg-ID automatisch korrekt in die XRechnung — inklusive Format-Prüfung vor dem Export.
Brauche ich für jede Behörde eine andere Leitweg-ID?
Ja. Jede Behörde — teils sogar jede Abteilung — hat eine eigene Leitweg-ID. Wer für mehrere öffentliche Auftraggeber arbeitet, pflegt die jeweilige Leitweg-ID am besten direkt am Kundenkontakt, damit sie bei jeder Rechnung automatisch vorausgefüllt wird.